Karate Dojo Mönchengladbach 1968 e.V.
    KOBUDO Verband NRW 1990 e.V. 

Vereinsgeschichte Kurzfassung

Das Karate Dojo Mönchengladbach ist einer der ältesten und erfolgreichsten Karate-Vereine Deutschlands.

Gegründet wurde der Verein im Jahre 1964 von Peter Brockers.

Im Frühjahr 1967 hat er die Prüfung zum 1. Kyu bei Georg Warburg (2. Dan) abgelegt.

Im Herbst 1967, bei einem Lehrgang in Köln, lernte er den Karate-Meister Hirokazu Kanazawa (auch 'Mr. Shotokan' genannt) kennen, und er wurde Lieblingsschüler dieses Meisters. Sein Sohn, Markus Brockers, wurde Patenkind von Meister Kanazawa. Bei einem Lehrgang in Mönchengladbach im Jahre 1968, legte Peter Brockers die Prüfung zum 1. Dan ab.

Das Dojo Mönchengladbach wurde dann zu einem der aktivsten Vereine Nordrhein-Westfalens und war in der Landesligamit vielen erfolgreichen Kämpfen auf den ersten Plätzen zu finden.

Nach langen Verhandlungen wurde das Dojo MG (seit 1968 eingetragener Verein), im Jahre 1974 Mitglied im Stadt- und Landessportbund. Mönchengladbach wurde zu einem Mittelpunkt des Karatesports.

1970 reiste Peter Brockers nach Japan, ins Mutterland des Karate. Dort wurde er Schüler an der besten Karateschule der Welt, der Takushoku Universität in Tokyo. Während dieser Zeit schlug er sich als Barkeeper und Lehrer für Englisch und Deutsch durch. Nach zwei Jahren legte er dann die Prüfung zum 3. Dan ab und wurde internationaler Instruktor der Japan Karate Association (JKA). Anschließend kehrte erwieder in seine Heimat nach Deutschland zurück. Durch die in Japan gewonnenen Kenntnisse konnte er in seinem Dojo die neuesten Karatetechniken übermitteln.

1975 stieg das Dojo MG als erster Verein NRWs in die Karate-Bundesliga auf.

Prominentester Schüler und ehemaliger Bundesligakämpfer ist der Astronaut Dr. Reinhold Ewald, der mit der Weltraum-Misson MIR '97 erfolgreich war. Markus Brockers, Sohn des Gründers, wurde mit 16 Jahren jüngster Danträger (1. Dan) Deutschlands. Von 1982 bis 1991 gewann er alle Karate-Stadtmeisterschaften des Stadtsportbundes Mönchengladbach. Mit 26 Jahren wurde Markus Brockers jüngster 4. Dan Europas. 1993 wurde er in Italien mit der deutschen Mannschaft Europameister und 1994 in Bournemouth, England sogar Weltmeister im Kumite (Freikampf). Markus Brockers selbst belegte bei der WM im Kumite Einzel den 4. Platz. Er wurde 1995 zum offiziellen Kampfrichter und vom Dojo MG zum Cheftrainer gewählt. Im November 2003 legte Markus Brockers die Prüfung zum 5. DAN Shotokan - Karate ab.

Im Jahre 1990 Ernennungsurkunde aus Japan: Peter Brockers wurde zum internationalen Karate-Kampfrichter ernannt.

Shihan Peter Brockers widmet sich seit 1989 speziell dem Aufbau der Kinderarbeit, was inzwischen zu seinem Lebenswerk wurde.

Da Kinder auf Karateturnieren nicht berücksichtigt wurden, hat er mit Hilfe des Mönchengladbacher-Bürgermeisters Günter Waldhausen den Waldhausen-Cup, an dem Kinder ab dem 6. und bis zum 15. Lebensjahr teilnehmen können, ins Leben gerufen. Aufgrund des großen Interesses wurde dieser Cup zur internationalen Kindermeisterschaft, die jedes Jahr stattfindet.

Shihan Peter Brockers hat sich zum Ziel gesetzt: "Die Welt soll besser werden - die Kinder können hier Aggressivität abbauen. Sie lernen Konzentration, Selbstdisziplin und Selbstvertrauen. Wer sich selbst besiegt, ist stark."

Die Ergebnisse geben ihm recht. Kinder, die bei ihm Karate lernen, haben in der Schule bessere Noten und fallen nicht durch aggressives Verhalten auf.

1992 wurde Peter Brockers für seine Karate-Arbeit mit den Kindern mit der goldenen Ehrennadel der Stadt Mönchengladbach ausgezeichnet.

1993 wurde das Team des Dojos Mönchengladbach Europameister im Mannschafts-Kumite in Italien. 1994 und 1995 Sieger bei der Europameisterschaft der Kinder in Bournemouth, England, u.A. durch Chris und Andrew Thompson, in Einzel und Mannschaft.

1995 wurde Peter Brockers mit seinen Karate-Kindern von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl zum Bundeskanzlerfest nach Bonn zu einer Demonstration eingeladen.

Bei der Weltmeisterschaft 96 in Bournemouth, England, holte Katherine Whitehead für das Dojo MG den WM-Titel im Kumite in der Klasse für Mädchen über 1,57 m und zwischen 13 und 16 Jahre.

Die Kinder des Dojo MG sind bei vielen internationalen Meisterschaften erfolgreich.

Im Jahr 1995 wurde Peter Brockers vom japanischen Karateverband der Titel Hanshi (Professor) und 1995 mit dem 7. Dan Shotokan auch der Titel Shihan(Großmeister) verliehen. Im Januar 2000 wurde Shihan Peter Brockers der 8. DAN im Shotokan-Karate verliehen. Im April 2014 begeht Shihan Peter Brockers sein 50-jähriges Karatejubiläum.

Im Juli 2007 wurde Hanshi Peter Brockers während eines Meetings in Mailand / Italien von internationalen Meistern des Karateverbandes F.E.K.D.A.(Federale European Karate Discipline Association) für seine internationalen Verdienste um den Budosport und für seinen geraden Weg des Bushido geehrt und der 9. Dan Shotokan verliehen.


Geschichte des Shotokan Karate

Shotokan Karate ist der verbreitetste Stil von mehreren Karate - Stilen. Der Begründer dieses Stils war Gichin Funakoshi.

Er war ein Einwohner Okinawas und ging nach Japan, um dort das Karate - Do zu unterrichten. Ursprünglich stammt das japanische Karate von der Insel Okinawa, wo sich die Kampfkunst von chinesischen Soldaten (Kempo) und die Kampfkunst der Einheimischen zu einer neuen Kampfart, genannt Okinawa - Te, weiterentwickelte.

Während der politischen Änderungen in Okinawa wurden sämtliche Waffen verboten und Okinawa - Te erlebte seine Blütezeit.

Zu dieser Zeit wurden auch aus Alltagswerkzeug Waffen hergestellt: Das Dreschwerkzeug der Bauern wurde zum Beispiel zu Nunchakus zweckentfremdet.

Gichin Funakoshi überarbeitete die Techniken des Okinawa - Te unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten und arbeitete ein Konzept aus, welches es ermöglichte gefahrlos Wettkämpfe abzuhalten.

In diesem Zeitraum etwa sprach man das erste Mal von Kara - Te, wenn es auch zu diesem Zeitpunkt eine andere Bedeutung hatte als heute. Damals hatte es die Bedeutung von "China - Hände" und wurde auch anders geschrieben. Dann wurde der Begriff abgeändert in "Leere Hände" (immer noch gleich ausgesprochen), was mehrere Gründe hatte:

1. Durch die Änderung der Techniken betrachtete man es nicht mehr als chinesische Kampfkunst.

2. Durch den Begriff "leer" wollte man zu verstehen geben, das man unbewaffnet ist.

3. Der Einfluss des Zen - Buddhismus: Der Karateschüler soll sein Inneres leer machen von Selbstsucht und Boshaftigkeit, um sich ganz auf das Karate zu konzentrieren.

Deshalb spricht man von "Karate - Do". Der Weg  (Do) des Karatekas zu sich selbst durch das Karate. Da in Japan auch mehrere Karate-Richtungen aufkamen, nannte Gichin Funakoshi seinen Stil nach dem Gebäude, in dem er unterrichete: SHOTOKAN.

Preise/ Trainingszeiten

Trainingsort: Anne-Frank-Schule • Myllendonkerstr. 113 • MG

Eingang Weiersweg


Preise/Beiträge:

Aufnahmegebühr einmalig 50 Euro

Jugendliche 25 Euro

Erwachsene 30 Euro

 

Senioren u. Studenten 20 Euro

Passive Mitglieder 10 Euro

*Jährliche Verbandsgebühr  wird im Januar in bar beim Kassenwart bezahlt: 20 Euro

Für die Teilnahme an Meisterschaften, Prüfungen etc. ist ein Verbandsausweis erforderlich (Kosten: 10 Euro).

Trainingszeiten:

Montags von 18-20 Uhr Anfänger Training

Donnerstags von 18-20 Uhr Fortgeschrittenen Training

Freitags von 18-20 Uhr Anfänger Training